Hermann-Kuchen

Ich glaube, man muss erst in ein gewisses Alter kommen, bis einem das Hermannschicksal ereilt. Jetzt hat es auch mich erwischt. Ich habe von meiner Lieblingsnachbarin einen Hermann bekommen. Wir waren uns dann im Ergebnis nicht sicher, ob und der Hermann so gut schmeckt, dass wir und den Aufwand mit weitergeben und zum rechten Zeitpunkt wiederbekommen, antun wollen.
Mit dabei war auf jeden Fall folgender Text:

Hallo,
ich bin Herrmann, dein neues Familienmitglied für die Dauer von 5 Tagen. Wenn du mich gut behandelst, schenke ich dir Hermannkinder.
Bitte bewahre mich in einer Plastikschüssel auf. Ich mag keinen Kühlschrank, da ist es mir zu kalt. In der Küche fühle ich mich am wohlsten. Einen Deckel mag ich auch nicht, da bekomme ich Platzangst, außerdem ersticke ich da.

  1. Tag:
    Heute brauchst du dich um mich nicht zu kümmern, wir müssen uns zuerst aneinander gewöhnen.
  2. Tag:
    An diesem Tag brauche ich Bewegung. Bitte rühre mich um. (Gabel oder Schneebesen)
  3. Tag:
    Der Hunger zwickt mich. Bitte füttere mich und rühre mich um

    1 Tasse Milch
    1 Tasse Zucker
    1 Tasse Mehl

    Um zu verhindern, dass ich mich selbstständig mache und mein Gefäß verlasse, solltest du mich in eine größere Schüssel geben. Sag nicht, ich habe dich nicht gewarnt.
  4. Tag:
    Heute brauche ich einen Verdauungsspaziergang. Bitte rühr mich um.
  5. Tag:
    ich habe schon wieder Hunger. Bitte füttere mich und rühr mich um.

    1 Tasse Milch
    1 Tasse Zucker
    1 Tasse Mehl

Nun darfst du 3 Hermannkinder (3 Tassen) von mir wegnehmen und sie an 3 Freunde verschenken. Überlege, ob du nicht 1 Kind selbst behältst.

Nach der Geburt meiner Kinder habe ich großen Hunger. Bitte füttere mich.

  • 1 Tasse Öl
  • 1 Tasse Mehl
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 1/2 Packung Backpulver
  • 1TL Zimt
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 3 Eier

Dann kannst du noch Nüsse, Kokosflocken, Apfelstücke oder Schokostreusel dazutun. Dann rührst du mich bitte um. Danach gibst du mich in eine Kuchenform und bäckst mich 40-50 Minuten bei 160°C Heißluft.

Dein Hermann

Blitzschneller Erdbeerkuchen

Dieses Rezept habe ich mal auf der Facebookseite von Bayern 1 gesehen. Und tatsächlich ist dieser Kuchen superschnell zubereitet und schmeckt sehr gut, wenn man Gelee mag, das bin bei uns nur ich, also habe ich den ganzen Kuchen alleine gegessen.

  • 1 gekaufter Tortenboden
  • 500g Erdbeeren, in Stücken
  • 300g Fruchtsaft (z.B. Kirsche)
  • 1 Pk Vanillepuddingpulver
  • 1 EL Zucker
  • 1 Pk Vanillezucker

Das Puddingpulver mit dem Vanillezucker und 1 EL Zucker vermischen.
Mit 2 EL Fruchtsaft glattrühren.
Den Rest des Fruchtsafts einmal kurz aufkochen.
Puddingpulvermischung darunter mischen und noch einmal kurz unter Rühren aufkochen lassen.
Die Erdbeeren dazugeben, unterheben und sofort auf dem Kuchenboden verteilen.

Orangenguglhupf

Bitte erschreckt nicht bei diesem Rezept, es klingt echt seltsam, schmeckt aber toll. Ich habe es von meiner Mama. Einfach mal wagen und sich (positiv) überraschen lassen. In diesem Guglhupf sind nämlich komplette Orangen (inklusive Schale) drinnen.

  • 400g Orangen (ca 2 Stück)
  • 6 Eier (L)
  • 250g Butter, weich
  • 300g Staubzucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 440g glattes Mehl
  • 1 Pk. Backpulver
  • Butter und Mehl für die Form

Die Orangen gut waschen und die „Kappen“ abschneiden. Danach die Orangen vierteln und zu feinem Mus pürieren.

Die Guglhupfform buttern und mehlen.

Das Backrohr auf 180°C vorheizen.

Die Eier trennen und das Eiklar mit 100g Zucker zu Schnee schlagen.
Die Butter mit 200g Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, die Dotter nach und nach zugeben.
Das Orangenpüree unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und abwechselnd mit dem Schnee unterheben.

Den Teig in die Form füllen und ca. 50-60 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den Guglhupf kurz überkühlen lassen und dann aus der Form stürzen und ganz auskühlen lassen.
Ev. mit Staubzucker oder Schokoglasur dekorieren.

Orangentarte alla Opera

Dieses Rezept habe ich von einer Freundin hier in Regensburg. Es soll so sein wie die berühmte Orangentarte der Konditorei Opera, bei der sich die Leute jedes Wochenende wieder in langen Schlangen anstellen um ein Stück zu bekommen.
Uns schmecht dieses Rezept fast noch besser ;).

Mürbteig:

  • 100g Zucker
  • 200g Butter
  • 300g Mehl
  • 1 Eigelb

20 Sekunden/Stufe 4
danach zu einer Kugel kneten, ausrollen und in eine Tarteform legen. Bei 180°C 20 Minuten blind backen.

Orangenpudding:

  • 250g Orangensaft
  • 50g Butter
  • 100g Zucker

aufkochen und dann

  • 40g Puddingpulver
  • 50g Orangensaft
  • 2 Eigelb
  • 3 Eier

glattrühren und zur Orangensaftmischung geben und aufkochen.

  • 100g Joghurt

unterrühren.
Den Pudding auf die gebackenen Boden gießen und abkühlen lassen.

Deko:

  • halbe Orangenscheiben und Pistazien

Shakshuka (für 2 Personen)

Dieses Rezept habe ich von meiner Chefin in der Tierarztpraxis. Dieses Gericht kannte ich zuvor gar nicht. Aber es ist sooo gut.

  • 600g Tomaten, frisch oder aus der Dose, in Stücken
  • Salz
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 Kardamomkapsel
  • 1 Zimtstange
  • 1 Chilischote, fein gehackt
  • Olivenöl
  • 1 EL Harissa (ersatzweise Paprikamark oder Tomatenmark)
  • Zucker
  • 4 Eier
  • 1 Frühlingszwiebel
  • Petersilie, fein gehackt

Die Gewürze in der Pfanne erhitzen, bis sie zu duften beginnen, herausnehmen und beiseite stellen.

Die Zwiebel, Knoblauchzehe und die Chili in der Pfanne anrösten, Harissa und Tomaten dazugeben. Die Gewürze auch dazugeben.
Ca 10 Minuten einkochen lassen. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Viel Mulden in die Tomatensauce drücken, die Eier in je eine Mulde geben, dabei aufpassen, dass das Eigelb nicht verletzt wird. Die Eier bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten stocken lassen.

Inzwischen das weiße und hellgrüne der Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.

Die Petersilie und die Frühlingszwiebeln auf dem Shakshuka verteilen.

Ev. auch Feta darüberstreuen und mit einem Fladenbrot genießen.

Ingwer-Zitrone-Honig-Shot

Dieses Rezept habe ich von Caro, und erstens schmeckt der Shot sooo gut (pur, mit Mineralwasser verdünnt oder mit heißen Wasser als Tee), tut dem Magen gut und nachdem Sarah und ich das einen Winter lang jeden Morgen getrunken hatten, waren wir tatsächlich nie erkältet oder ähnliches. Kann natürlich auch Zufall gewesen sein ;).

  • 300g Ingwer, in Stücken

5 sek/ Stufe 5, runterschieben

  • 600g Wasser
  • 5 Biozitronen, NUR DIE SCHALE!!!

15 Minuten/95°C/Stufe 1

abseihen und abkühlen lassen

  • 200g Honig
  • 5 Zitronen, der Saft

Honig und Zitronensaft gut vermischen.

Dann alles zusammenmischen und in Flaschen füllen. Im Kühlschrank aufbewahren,

Jeden Morgen ein Stamperl genießen. Hilft gut gegen die Kälte und ist gut für den Verdauungstrakt.

Schokoguglhupf

Diesen Guglhupf hat Andrea, eine liebe Freundin aus Dietach mal zu uns mitgebracht. Ihre Tochter hatte ihn gebacken. Er schmeckte uns so gut, dass das Rezept natürlich sofort in den kleinen, roten Kalender kam.

  • 350ml Milch
  • 200g Butter
  • 200g Schoko, zartbitter oder Vollmilch
  • 250g Staubzucker
  • 1 Pk Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 280g Mehl
  • 30g Kakaopulver
  • 1/2 Packung Backpulver

Für die Glasur:

  • 100g Zartbitterkuvertüre

Das Backrohr auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Milch und die Butter einmal aufkochen lassen. Die Schokolade dazu geben, einige Minuten stehen lassen, dann zu einer homogenen Masse verrühren.

Eier mit Staub- und Vanillezucker zu einer hellgelben Masse verrühren und die Schokomasse langsam einrühren.

Mehl, Kakaopulver und Backpulver vermengen und unterrühren.

Die Masse in die vorbereitete Guglhupfform füllen und ca 50 Minuten backen. Stäbchenprobe.

20 Minuten in der Form anbkühlen lassen und dann stürzen. Wenn er ganz ausgekühlt ist, die Glasur darüber verteilen.

Kärntner Apfelstrudel

Auch diese Rezept stammt vom Magdalenensee, aus dem gleichen uralten Kochbuch, wie auch der Reindling von vorgestern.

Man braucht dafür wieder den gleichen Germteig wie beim Reindling.

Für die Fülle braucht ihr:

  • 750g blättrig geschnittene Äpfel
  • 100g Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 50g Rosinen
  • 50g Butter
  • 50g Brösel

50g Butter zum Bestreichen

Germteig bleistiftdick ausrollen und füllen: zuerst die in Butter gerösteten Semmelbrösel, dann die Äpfel, Zucker, Zimt und Weintrauben darauf verteilen.

Einrollen und auf das Backblech (mit Backpapier) legen, nochmal gehen lassen und dann bei 180°C backen.

Wenn sich der Strudl leicht bräunt, mit der zerlassenen Butter bestreichen und fertig backen (ca ____ Minuten)

Reindling

Dieses Rezept ist die Erinnerung an eine ganz tolle Woche am Magdalenensee in Kärnten, die wir bei Freunden verbringen durften. Die Nachbarin hat als Nachspeise beim Grillen diesen ganz außergewöhnlich köstlichen Reindling mitgebracht.

  • 500g Mehl
  • 20g Germ
  • 100g Butter, zerlassen
  • 1 Ei
  • 1 Eidotter
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Anis
  • 250g Milch
  • 50g Zucker

Für die Fülle:

  • 100g Butter, zerlassen
  • 180g Zucker
  • 2 EL Zimt
  • 100g Rosinen

Butterschmalz für die Form

Germ mit 2 EL warmer Milch, 1 EL Mehl, 1 TL Zucker gut verrühren und auf die doppelte Höhe aufgehen lassen. Die restlichen Zutaten für den Teig dazugeben und sehr gut verkneten (im Thermomix 3 Minuten/Teigknetstufe)

Gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat. Danach ca Bleistiftdick ausrollen.

Den ausgerollten Teig mit Butter bestreichen und mit Zucker, Zimt und Rosinen bestreuen. Ganz dicht einrollen und diese Rolle zu einer Schnecke formen und in ein dick mit Butterschmalz bestrichenes Reindl legen.

Ins kalte Rohr schieben und bei 160°C eine Stunde backen.

Im Reindl überkühlen lassen und dann stürzen.